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Warum wir unser Gehirn überlisten müssen.
In der längeren Vergangenheit beruhten didaktische Konzepte in der Hauptsache auf gesellschaftlichen Normen. Innerhalb dieser Normen entschied in der Hauptsache die Erfahrung der Wissensvermittler über den Erfolg des Lernens. Im Laufe der Jahrzehnte änderte sich nicht nur das gesellschaftliche Normenbild, sondern auch die Anzahl der zur Verfügung stehenden Mittel zur Vermittlung von Wissen. Während noch vor 100 Jahren im Wesentlichen Bücher, Bilder und das Lernen durch Zusehen im Vordergrund stand, sind bis heute eine Reihe neuer Medien in akustischer oder optischer Form hinzu gekommen.

Gleichfalls haben sich Wissenschaftler intensiv mit dem Thema "Lernen" beschäftigt und haben dabei einige interessante Aspekte herausgefunden:


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Die Motivation des Lernens:

In der Erwachsenenbildung entscheidet die Motivation des Lernenden ganz wesentlich über den Erfolg einer Maßnahme. Dabei sind die Gründe recht unterschiedlich.

Auf der einen Seite lernen wir unmotiviert indem wir Dinge nachahmen, die wir in unserer Umwelt hören, sehen oder sonst irgendwie wahrnehmen. Dazu gehört auch das Lernen durch Spaß, wir tun Dinge, weil sie uns Spaß machen und werden immer besser, je häufiger wir sie tun.

Auf der anderen Seite ist unser Lernen motiviert durch das Streben nach Ansehen, Erfolg und Reichtum. Hierzu gehört auch das Lernen aus dem Selbsterhaltungstrieb, also aus dem Bedürfnis heraus, seinen Arbeitsplatz und damit seine Existenzgrundlage zu erhalten. Allerdings steht letzteres unter einem gewissen Zwang, der kontraproduktiv wirken kann.

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Was man alles Lernen kann:

Nun, vom Grundsatz kann man dem Zitat zustimmen "Was ein Mensch in der Lage ist zu lernen, können alle Menschen lernen". Aber ganz so einfach scheint es nicht zu sein. Klar ist jedenfalls, dass es nicht an der Kapazität des Gehirnes liegt, wir nutzen zur Zeit kaum mehr als 10% unseres Gehirn wirklich aus. Vielmehr ist von Bedeutung, wie das Gehirn Informationen aufnimmt und diese miteinander verknüpft.
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Wie man Informationen aufnimmt:

Zur Informationsaufnahme dienen uns alle Sinnesorgane, von denen wir aber klassischerweise nur einen Teil wirklich gezielt einsetzen.
In der Lehr- und Lernforschung wurde festgestellt, dass man
10 % von dem behält, was man nur liest,
20 % von dem, was man nur hört,
30 % von dem, was man beobachtet,
50 % von dem, was man hört und sieht,
70 % von dem, was man selbst sagt,
90 % von dem, was man selbst tut.

Diese Erkenntnis hatte aber auch schon Konfuzius (Kong Qiu 551 - 479 v. Chr.), der formulierte:

Was du mir sagst, das vergesse ich.
Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich.
Was du mich tun läßt, das verstehe ich.

Der Grund hierfür liegt in der Art und Weise, wie das Gehirn Informationen speichert und wie auf diese Informationen später zugegriffen wird. Das Gehirn baut Verknüpfungen zwischen Informationen auf und je mehr Verknüpfungsmöglichkeitenn wir unserem Gehirn anbieten, je mehr Verknüpfungen können entstehen. Im Gehirn entsteht ein Geflecht, was in der Computersprache als "neuronales Netzwerk" bezeichnet wird.

Die Fähigkeit des Menschen, solche Verknüpfungen aufzubauen, ist ein entscheidendes Kriterium für die Intelligenz des Menschen. Nicht die Speicherkapazität des Gehirns sondern die Anzahl der Verknüpfungen und die Geschwindigkeit, in der sie aufgebaut werden können ist das Kriterium.

Ein bekannter Trick ist das Bilden von "Eselsbrücken", was nichts anderes bedeutet, als die Verbindung unterschiedlicher Wahrnehmungsarten und die Verbindung von neuen Informationen mit bereits bestehenden.


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